Handball-Bezirksliga: Die „Zweite“ des TSVO gewinnt Lokalderby beim TV Memmingen verdientermaßen mit 29:22

Nach dem Spielende tanzen die Bezirksliga-Handballer des TSV Ottobeuren II (TSVO) in der Halle des Lokalrivalen vergnügt im Kreis. Mit 29:22 (12:11) haben die Gelb-Schwarzen soeben den Gastgeber TV Memmingen (TVM) in dessen eigener Halle besiegt. „Derbysieger, Derbysieger, hey-hey!“, skandieren die freudetrunkenen Unterallgäuer.  Während diese in ihrem ersten Punktspiel der neuen Saison also einen perfekten Einstand feiern, legen die ambitionierten Memminger gleich zum Start eine Bruchlandung hin (0:4 Punkte; Tabellen-Vorletzter).

Zum Derby-Verlauf: In der ersten Hälfe lieferten sich beide Kontrahenten vor rund 150 Zuschauern einen sehr ausgeglichenen Wettstreit (Zwischenstände 5:5/7:7/11:11). Der Ottobeurer David Szücs warf  in der Schlussminute des ersten Abschnitts per Siebenmeter die knappe 12:11-Pausenführung für die Gäste heraus. TVM-Coach „Tadek“ Polyfka war mit dem ersten Durchgang „sehr zufrieden, da waren wir absolut auf Augenhöhe mit dem Gegner.“

Zu Beginn der zweiten Halbzeit drehten die Ottobeurer Gäste mächtig auf: Mit einem überaus dominanten Zwischenspurt - und isoliert betrachtet 9:2-Treffern - schraubten sie das Ergebnis bis zur 47. Minute auf 21:13. Acht Tore Vorsprung also für die Unterallgäuer: Damit – so schien es – war den Memmingern der Zahn so gut wie gezogen. Der Versuch, eine Aufholjagd zu starten, scheiterte zu einem Gutteil daran, dass die jungen Maustädter in der Offensive zu ungefährlich agierten. „Wir haben unsere Angriffe zu schnell abgeschlossen“, monierte Coach Polyfka. „Da waren leider zu viele unvorbereitete Würfe dabei.“ TSVO-Routinier Philipp Dündar pflichtete Polyfkas Analyse bei: „Ja, das stimmt schon. Es ist uns gelungen, den Memminger Spielfluss immer wieder gut zu stören. Damit haben wir sie zu Einzelaktionen verleitet.“

Und so kamen die Gastgeber auch in der Schlussviertelstunde des Nachbarschaftsvergleichs nie näher als auf sechs Tore heran. Die insgesamt reifer wirkenden Ottobeurer, die auf die Unterstützung von etlichen höherklassig erprobten Akteuren bauen konnten, gewannen ein fair geführtes Derby letztlich  verdientermaßen mit 29:22.Neu-Trainer Thomas Burtscher, der vor dem Derby erst vier Trainingseinheiten der Ottobeurer „Zweiten“ geleitet hatte, durfte sich also über eine erfolgreiche Premiere freuen. (Quelle: Memminger Zeitung / dp)

(i) Ausblick  Weiter geht`s mit einem Heimspiel: Der TVM empfängt am Samstag, 19. Oktober, ab 19.30 Uhr die SG Kempten-Kottern II.

Es spielten für den TVM:
Jannik Merfels und Marcus Klär (Torhüter) – Stefan Zierke (2 Tore), Marcel Göppel (7), Marcel Lecheler, Niklas Fischer, Constantin Tudusciuc (2), Jasmin Kasumovic (1), Tobias Kurz (2), Lars Huscheck, Björn Walter (2), Kay Förster, Linus Leßner (2) und  Attila Novak (4)