Handball-Bezirksliga: Ottobeurer „Zweite“ feiert Schützenfest gegen harmlose Memminger – Die Gäste spielen teilweise wie ein Absteiger

Lediglich zwölf Kilometer liegen zwischen der Memminger BBZ-Halle und der Ottobeurer Dreifachturnhalle, den  Spielstätten der rivalisierenden Handball-Bezirksligisten TSV Ottobeuren II (TSVO) und TV Memmingen (TVM). Im jüngsten Lokalderby lagen jedoch Welten zwischen den beiden Mannschaften: Ottobeurens „Zweite“ deklassierte Memmingens „Erste“ nämlich mit 38:24 (17:11). In der Tabelle belegen die Unterallgäuer nun den dritten Platz (18:8 Punkte), die Memminger  bleiben dagegen als Vorletzter (6:20) akut abstiegsgefährdet.

Zum Spielverlauf: Das Prestigederby beginnt sehr ausgeglichen. Außenseiter  Memmingen hält beachtlich gut mit (12:11; 27. Minute). Dann aber verschlafen die Gäste die Minuten bis zur Pause komplett, so dass die Ottobeurer mit einem „5:0-Run“ eine 17:11-Pausenführung herauswerfen können. Als TSVO-Akteur Florian Endres dann zum 22:14 einnetzt, riecht es schon nach 37 Minuten nach einer Art  Vorentscheidung. Für den weiteren Verlauf droht den Zuschauern nun ein Derby ohne echte Spannung. Und so kommt es auch. Die Maustädter, bei denen sich der 40-jährige Trainer „Tadek“ Polyfka nach rund 20 Minuten selbst einwechselt (im Rückraum fehlt Marten Ostenrieder  verletzungsbedingt), liegen eine Viertelstunde vor Schluss mit zehn Toren zurück. Der Rest ist im Grunde ein Schaulaufen zwischen selbstbewusst-spielfreudigen Unterallgäuern und demoralisierten, sich aufgebenden Memmingern. Letztlich feiern die Ottobeurer einen in jeder Hinsicht verdienten 38:24-Kantersieg. (Quelle: Memminger Zeitung / dp)

Stimmen zum Derby:
Markus Schneider (28, Kapitän TSVO II):„Mitentscheidend war, dass wir Torjäger Marcel Göppel durch unsere konsequente Manndeckung nahezu neutralisieren konnten. In dieser Liga zählt der Wille, und den haben wir heute gut auf die Platte bekommen.“
Marcel Göppel (Rechtsaußen TVM): „Unser Rückzugsverhalten war schlecht, außerdem haben wir in der Abwehr schlecht verschoben. Offensiv haben wir viele Fehlpässe gespielt und unvorbereitete Würfe genommen. Ich bin heute sehr enttäuscht.“

Ausblick:
Am kommenden Samstag, 1. Februar, gastieren die TVM-Männer ab 16 Uhr beim punktlosen Schlusslicht, der SG Kempten-Kottern.

Für den TVM spielten:
Torhüter Jannik Merfels und Jonathan Henkel – Feldspieler Marcel Göppel (2 Tore), Constantin Tudusciuc (4), Tadeusz Polyfka (1), Tobias Kurz, Stefan Köhler, Niklas Fischer (1), Björn Walter (7/3), Kay Förster (2), Linus Leßner (2) und Attila Novak (5)